Viele Bürger bei Infoabend zur Kommunalen Wärmeplanung Kamen

Viele Bürgerinnen und Bürger informierten sich beim Informationsabend zur Kommunalen Wärmeplanung in Kamen.

Viele Bürgerinnen und Bürger informierten sich beim Informationsabend zur Kommunalen Wärmeplanung in Kamen.

GSW-Experten beraten vor Ort

Wie kann die Wärmeversorgung künftig bezahlbar, klimafreundlich und verlässlich gestaltet werden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Informationsabende zur Kommunalen Wärmeplanung, zu dem die Kommunen Kamen, Bönen, Bergkamen eingeladen hatten.

Nach der Auftaktveranstaltung in Bönen fand nun der zweite Informationsabend der Stadt Kamen in der Stadthalle statt. Das Interesse war groß: Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt des Abends standen die ersten Ergebnisse des Zwischenberichts zur Kommunalen Wärmeplanung, die von den Referenten Christoph Sommerfeldt und Dr. Philip Gauglitz von den beauftragten Fachbüros Utility Partners und smartOPS vorgestellt wurden.

Dabei wurde deutlich: Kamen verfügt über interessante Potenziale für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. So zeigen die bisherigen Untersuchungen unter anderem große Chancen bei der Nutzung von Grubenwasser- und Abwasserwärme. Auch für den langfristig geplanten Ausbau von Wärmenetzen – insbesondere im Innenstadtbereich – wurden erste Perspektiven aufgezeigt. Neben den fachlichen Einblicken bot die Veranstaltung vor allem Raum für Fragen und Austausch.

Persönlicher Austausch mit Experten

Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ihre individuellen Anliegen zur Wärmeversorgung einzubringen – von dezentralen Lösungen für Einzelgebäude bis hin zu möglichen Anschlussoptionen an Wärmenetze. Beratend standen dabei neben den Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung auch unsere GSW-Experten sowie Mitarbeitende der Verbraucherzentrale sowie des Netzwerks „Sanieren mit Zukunft im Kreis Unna“ zur Verfügung. An unserem GSW-Stand konnten wir Fragen rund um den Wärme-Ausbau in Kamen sowie zu dezentralen Energielösungen wie etwa die Versorgung über eine Wärmepumpe beantworten.

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, bestehende Unsicherheiten einzuordnen. So wurde ausdrücklich klargestellt: Mit dem Beschluss des Kommunalen Wärmeplans ist keine Verpflichtung für Bürgerinnen und Bürger verbunden, ihre bestehende Heizungsanlage kurzfristig zu verändern. Der Wärmeplan dient vielmehr als strategischer Orientierungsrahmen, um langfristig tragfähige und wirtschaftliche Lösungen für die Wärmeversorgung in Kamen zu entwickeln.

Die Stadt Kamen setzt nun auf die aktive Mitwirkung der Bürgerschaft im weiteren Verfahren: Noch bis zum 15. Mai 2026 läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Zwischenbericht. Alle Interessierten sind eingeladen, die Unterlagen einzusehen und Anregungen einzubringen. Die Beteiligung ist online möglich.

Der Informationsabend zur Kommunalen Wärmeplanung in Bergkamen findet am Dienstag (21. April) im Ratssaal des Rathauses Bergkamen statt.

Instagram YouTube