Trinkwassernetz in Bönen wird überprüft
Das Trinkwassernetz in Bönen wird überprüft.
Trübungserscheinungen im Wasser sind temporär möglich, aber unbedenklich
Das Trinkwassernetz in Bönen wird gecheckt: Wir lassen in Kooperation mit der zuständigen Gelsenwasser AG in regelmäßigen Abständen ihr Trinkwassernetz auf mögliche Ablagerungen überprüfen. Ab Montag (11. Mai) finden deshalb Spülungen in der Gemeinde Bönen statt. Für diese Analyse wird die zuständige Gelsenwasser AG gemeinsam mit einer Fachfirma zum ersten Mal das neue Saug-Spülverfahren nutzen.
Die Spülungen dienen als Präventivmaßnahme, bevor es durch Verfärbungen oder Trübungen des Wassers zu Kundenreklamationen kommt. Diese Verfärbungen sind zwar gesundheitlich vollkommen unbedenklich, aber kein tolerierbares Qualitätsmerkmal an unser Lebensmittel Nummer 1. Größtenteils sind solche Trübungen mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, aber mit einem Trübungsmessgerät nachzuweisen.
In Trinkwassernetzen kann es in Abhängigkeit vom Leitungswerkstoff, der Nennweite und der Netzhydraulik grundsätzlich zum Vorhandensein von losen und nicht fest anhaftenden Partikeln kommen. Diese Partikel bestehen hauptsächlich aus Eisen und Mangan und sind natürlicher Bestandteil des Trinkwassers.
Daher schreibt das Regelwerk des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs) vor, Trinkwassernetze in regelmäßigen Abständen zu spülen, um solche Ablagerungen zu mobilisieren und auszutragen. Dieser Austrag wurde in der Vergangenheit durch regelmäßige Spülung von Endhydranten oder der Spülung mit der klaren Wasserfront umgesetzt. In diesem Jahr soll aber zum ersten Mal ein neues Saug-Spülverfahren zum Einsatz kommen, wie die Gelsenwasser AG mitteilt. Mit diesen Spülungen lassen sich mögliche Verfärbungen und Trübungen nachweisen.
Spülung beginnt am Montag
Die großflächige Spülung wird am Montag (11. Mai) am „Schwarzer Weg“ in Bönen starten und in etwa drei Wochen Spüldauer in Anspruch nehmen. Hierbei werden Spülstrecken durch Betätigung von Schiebern „kanalisiert“ und mit Pumpenunterstützung mit hoher Leistung gespült, bis die messbare Beschaffenheit des Wassers hinsichtlich der Trübung/Färbung absolut unauffällig ist. Für diese Spülung wurde unterstützend ein Dienstleister bestellt, der die entsprechende Technik und Expertise des Saug-Spülverfahrens mitbringt. Unterstützt wird der Spültechniker durch ortskundige Lotsen und Rohrnetzinspekteure der Gelsenwasser AG, die auch die Absperrarmaturen betätigen und somit die Spülrichtung vorgeben.
Die Gemeinde Bönen wurde im Zuge der Arbeitsvorbereitung in über 40 Spülabschnitte aufgeteilt, die nun sukzessive bearbeitet und gespült werden. Eine Ausnahme bildet das Industriegebiet „Am Mersch“, da hier ausschließlich Kunststoffleitungen aus Polyethylen verarbeitet wurden. Diese neigen zum einen nicht zur Ablagerung und zum anderen liegen den Verantwortlichen hier bereits Kenntnisse aus der Rohrnetzberechnung vor, sodass die Netze dort dauerhaft ausreichend stark durchflossen sind.
Das gilt es zu beachten
Während der Spülung kann es zeitlich sehr begrenzt zu Trübungserscheinungen kommen, wenn zeitgleich zur Spülung vom Kunden innerhalb einer Spülstrecke Wasser entnommen wird. Der Austrag gelöster Partikel und Sedimente erfolgt innerhalb weniger Minuten. Sollte es dennoch zu Beeinträchtigungen kommen, bitten die Gelsenwasser AG und die GSW um Verständnis. Als Ansprechpartner stehen die Netzmeister oder Mitarbeitenden der Gelsenwasser AG vor Ort zur Verfügung